Webdesign

Webdesign und Webentwicklung: Unterschiede, was jeweils dazugehört und was Ihr Unternehmen braucht

Titelbild des Artikels über die Unterschiede zwischen Webdesign und Webentwicklung – TeideSEO
Inhalt dieses Artikels

Was ist Webdesign? Kurz gesagt bedeutet es festzulegen, was Besucher auf Ihrer Website vorfinden und was sie dort tun sollen – wie die Informationen gegliedert sind, was zuerst ins Auge fällt, wie man sich auf dem Smartphone zurechtfindet und wie alles aussieht. Webentwicklung bedeutet, all das so umzusetzen, dass es wirklich funktioniert: der Code, das Content-Management-System, die Formulare, die Zahlungen, die Anbindung an andere Tools, die Geschwindigkeit und die Sicherheit.

Eine Website, die Kunden bringt, braucht beides. Unterschiedlich ist nur das Verhältnis: Eine Landingpage für eine Autowerkstatt in La Orotava lebt vor allem von Design und Inhalten, ein Onlineshop oder eine Buchungsplattform von der Entwicklung. Wer diesen Unterschied versteht, kann ein Angebot richtig lesen und erkennen, was darin fehlt.

Was Webdesign ist und wozu es dient

Wer fragt, was Webdesign ist, denkt meist an Farben und schöne Fotos. Das ist aber nur die sichtbare Schicht. Webdesign heißt, festzulegen, wie die Website sein soll, bevor sie gebaut wird – damit Besucher schnell verstehen, was Sie anbieten, und das tun, worauf es Ihnen ankommt: anrufen, buchen, ein Angebot anfragen oder kaufen. Dazu gehören folgende Bereiche.

Nutzererlebnis (UX)

Das Nutzererlebnis reicht über den Bildschirm hinaus. Don Norman und Jakob Nielsen definierten es als sämtliche Aspekte der Interaktion des Endnutzers mit dem Unternehmen, seinen Dienstleistungen und seinen Produkten (Definition von User Experience der Nielsen Norman Group). Auf einer Website bedeutet das, zu verstehen, wer kommt, was er sucht und was ihn bremst: Wenn ein Patient einer Zahnklinik in Santa Cruz wissen möchte, ob seine Versicherung akzeptiert wird, sollte er dafür nicht fünf Absätze lesen müssen.

Benutzeroberfläche (UI)

Die Benutzeroberfläche ist das, was der Nutzer sieht und antippt: Buttons, Menüs, Formulare, Schriftgrößen, Kontraste. Eine gute Oberfläche lässt alles selbstverständlich wirken; eine schlechte zwingt zum Nachdenken.

Inhaltsarchitektur

Das ist das Gerüst: welche Seiten es gibt, wie sie gruppiert sind, was ins Menü kommt und welche Überschrift jeden Abschnitt eröffnet. Hier wird zum Beispiel entschieden, ob ein Hotel in Adeje eine eigene Seite pro Zimmertyp bekommt oder eine einzige Seite, auf der alles durcheinandergeht. Das ist der unscheinbarste Teil und zugleich eine der Entscheidungen, die für SEO am meisten Gewicht haben: Eine thematisch geordnete Website mit einer klaren Seite für jede Leistung macht es Google und KI-Assistenten leichter, zu verstehen, was Sie anbieten und wo.

Angewandte visuelle Identität

Das Design überträgt Ihr Logo, Ihre Farben und Schriften sinnvoll auf den Bildschirm: welche Farbe die Call-to-Action-Buttons haben, wie Fotos eingesetzt werden. Wenn Sie noch keine definierte Identität haben, sagen Sie das vor Projektbeginn: Sie unterwegs zu improvisieren, zieht das Projekt in die Länge.

Barrierefreiheit ab dem ersten Entwurf

Laut der Einführung in die Barrierefreiheit im Web des W3C ist eine barrierefreie Website so gestaltet und entwickelt, dass Menschen mit Behinderungen sie nutzen können. Kontrast, gut lesbare Texte, ausreichend große Buttons und Formulare mit klaren Beschriftungen werden im Design entschieden; sie ans Ende zu schieben, wird teuer.

Wozu dient Webdesign also? Dazu, dass die Website ein Geschäftsziel erfüllt: Eine schöne Website, die niemand versteht, ist bloße Dekoration.

Was Webentwicklung ist: Webseiten programmieren – ohne Fachchinesisch erklärt

Die Webentwicklung macht aus dem Design eine Website, die in jedem Browser und auf jedem Gerät funktioniert. Sie besteht aus vier Bausteinen.

Frontend: was auf Ihrem Bildschirm passiert

Das ist der Code, den der Browser herunterlädt und darstellt: Layout, Anpassung an Mobilgeräte, Menüs, Prüfung von Formulareingaben. Seit Google die mobile Version von Seiten für Indexierung und Ranking verwendet und Responsive Design als die am einfachsten zu pflegende Variante empfiehlt (Dokumentation von Google zur Mobile-First-Indexierung), ist ein Frontend, das auf dem Smartphone versagt, ein geschäftliches Problem und kein ästhetisches.

Backend: was auf dem Server passiert

Das Unsichtbare: die Datenbank mit Produkten, Bestellungen oder Buchungen, der E-Mail-Versand, Benutzerkonten und Zahlungen. Eine Landingpage braucht davon kaum etwas, ein Onlineshop sehr viel.

Content-Management-System (CMS)

Das ist die Verwaltungsoberfläche, über die Sie Texte, Fotos, Preise oder Blogartikel ändern, ohne Code anzufassen: zum Beispiel WordPress, Shopify oder Wix. Es sauber einzurichten (Struktur, Berechtigungen, Backups), gehört ebenfalls zur Entwicklung.

Integrationen

Die Website mit anderen Tools verbinden: Zahlungsanbieter, Buchungssystem, Rechnungsstellung, CRM, E-Mail oder Google Analytics. Bei Ferienunterkünften und in der Gastronomie fließen hier meist die meisten Stunden hinein.

Der Unterschied zwischen Webdesign und Webentwicklung auf einen Blick

Das Design beantwortet die Frage „Was soll es sein und wie?“, die Entwicklung die Frage „Wie bauen wir es, damit es funktioniert?“. Diese Tabelle fasst den Unterschied zwischen Webdesign und Webentwicklung so zusammen, wie er Sie als Auftraggeber betrifft.

AspektWebdesignWebentwicklung
Beantwortete FrageWas der Nutzer sieht, in welcher Reihenfolge und was er tutWie es gebaut wird, damit es funktioniert, schnell lädt und sicher ist
Typische ArbeitRecherche, Sitemap, Wireframes, visuelles Design, PrototypUmsetzung in HTML/CSS, CMS, Datenbank, Formulare, Zahlungen, Integrationen
ErgebnisseSitemap, Entwürfe, freigegebenes Design für jeden SeitentypFunktionierende Website in einer Testumgebung, danach live; Zugänge und Dokumentation
Wenn es hakt, merken Sie, dass …die Leute nicht finden, was sie suchen, oder kein Vertrauen fassendie Website langsam ist, auf dem Smartphone nicht richtig funktioniert, Formularanfragen nicht ankommen oder es Sicherheitsprobleme gibt
Wann es stärker ins Gewicht fälltLandingpages, Unternehmenswebsites, Websites für DienstleisterOnlineshops, Buchungen, geschützte Bereiche, Anwendungen

Wie Design in der Praxis entsteht, zeigt unser Figma-Leitfaden zu einem der meistgenutzten Tools für Entwürfe und Prototypen.

Wer macht was: typische Profile und wo sie sich überschneiden

Diese Profile begegnen Ihnen in einem Angebot:

  • UX/UI-Designer: recherchiert, ordnet Inhalte, zeichnet Wireframes und gestaltet die Benutzeroberfläche. Bei kleinen Projekten ist das meist ein und dieselbe Person.
  • Webdesigner: ein weit gefasster Begriff. Manchmal gestaltet er nur; manchmal gestaltet er und baut die Website zusätzlich mit einem visuellen Baukasten in einem CMS auf.
  • Frontend-Entwickler: setzt das Design in Code um, der auf allen Geräten gut aussieht.
  • Backend-Entwickler: Server, Datenbank, Geschäftslogik, Integrationen.
  • Full-Stack-Entwickler: deckt Frontend und Backend ab. In kleinen Teams üblich.
  • Texter und SEO-Spezialist: weder Design noch Entwicklung, prägen aber beides: welche Seiten nötig sind, wie sie heißen und welcher Text darauf steht.

Überschneidungen sind gut: Ein Designer, der weiß, wie gebaut wird, schlägt nichts Unmögliches vor, und ein Entwickler mit Gespür für Design setzt Größen nicht nur „ungefähr“ um. Problematisch wird es, wenn sich niemand für das zuständig fühlt, was dazwischen liegt: Texte, Barrierefreiheit, Geschwindigkeit oder SEO. Fragen Sie nach, wer wofür verantwortlich ist.

Die Technologien, erklärt für Nicht-Programmierer

HTML, CSS und JavaScript

Das sind die drei Bausteine jeder Seite. Laut der MDN-Dokumentation zu HTML legt HTML Bedeutung und Struktur des Inhalts fest, CSS beschreibt sein Erscheinungsbild und JavaScript ergänzt Funktionen und Verhalten. Egal, mit welchem Werkzeug eine Seite erstellt wird – der Browser erhält diese drei Dinge, und sauber strukturiertes HTML (geordnete Überschriften, verständliche Links) ist für SEO und Barrierefreiheit sehr wichtig.

Content-Management-Systeme: WordPress und Co.

WordPress ist mit großem Abstand das meistgenutzte CMS: Laut der CMS-Statistik von W3Techs mit Stand 15. Oktober 2026 nutzen es 39,7 % aller Websites und 58,5 % der Websites mit einem erkennbaren CMS. Es folgen Shopify (5,3 % aller Websites) und Wix (4,2 %). Das meistgenutzte CMS zu sein, macht es nicht für alles zum besten, garantiert aber, dass viele Fachleute damit arbeiten können.

Frameworks und individuelle Entwicklung

Ein Framework ist ein Satz von Programmierwerkzeugen (React, Next.js, Laravel, Astro …), mit dem sich Websites oder Anwendungen bauen lassen, ohne bei null anzufangen. Es bietet mehr Kontrolle über Performance und Funktionen – dafür muss jede größere Änderung über einen Entwickler laufen.

So wählen Sie ohne Dogmen

Seien Sie skeptisch, wenn Ihnen jemand erzählt, es gebe nur eine gute Technologie. Stellen Sie sich vier Fragen:

  • Wer wird die Inhalte aktualisieren und wie oft?
  • Braucht die Website besondere Funktionen, oder reichen Seiten, Blog und Formulare?
  • Könnte ein anderer Dienstleister sie pflegen, wenn Sie morgen den Anbieter wechseln?
  • Was kostet die Pflege pro Jahr (Lizenzen, Plugins, Hosting, Updates)?

Was eine „maßgeschneiderte Website“ wirklich ist und wann sie sich lohnt

„Maßgeschneidert“ wird für sehr unterschiedliche Dinge verwendet, und im Angebot sollte klar stehen, welche dieser Varianten gemeint ist:

  1. Angepasstes Template: Ein Theme wird gekauft oder ausgewählt, und Farben, Texte und Fotos werden ausgetauscht. Schnell und günstig; das Ergebnis ähnelt anderen Websites und lädt meist Code, den Sie gar nicht nutzen.
  2. Individuelles Design auf einem CMS: Struktur und Optik werden für Ihr Unternehmen gestaltet und in WordPress, Shopify oder einem anderen System umgesetzt. Genau das brauchen die meisten kleinen und mittleren Unternehmen.
  3. Individuelle Entwicklung: Es werden Funktionen programmiert, die es in keinem Standardsystem gibt: ein Angebotskonfigurator, eine Plattform mit Benutzerkonten, eine komplexe Anbindung an Ihre Unternehmenssoftware.

Individuelle Entwicklung lohnt sich, wenn die Website Teil des Produkts oder des Verkaufsprozesses ist und ein Standardwerkzeug Sie zu umständlicheren Abläufen zwingen würde: etwa bei einem Ausflugsanbieter mit Plätzen pro Boot und Tag und eigenen Regeln oder bei einer Kanzlei mit geschütztem Bereich für Dokumente. Wenn Sie zeigen möchten, was Sie tun, und Anfragen erhalten wollen, reicht ein gutes individuelles Design auf einem CMS – und das ist in der Pflege günstiger.

Phasen eines echten Webprojekts und was Sie in jeder davon erhalten sollten

Die Bezeichnungen variieren je nach Anbieter, aber ein seriöses Projekt durchläuft diese Phasen. Fehlt eine davon in Ihrem Angebot, fragen Sie nach, wer sie übernimmt.

  1. Auftaktgespräch und Briefing. Ziele, Zielgruppe, Funktionen, Budget und Termine. Ergebnis: ein Dokument zum Projektumfang.
  2. Recherche und Architektur. Welche Seiten nötig sind und wie sie geordnet werden – unter Berücksichtigung dessen, wonach Menschen bei Google suchen. Ergebnis: Sitemap.
  3. Wireframes. Graue Skizzen ohne Farben und Fotos, um die Reihenfolge der Informationen festzulegen. Ergebnis: Entwürfe für jeden Seitentyp.
  4. Visuelles Design und Prototyp. Die endgültige Optik, auf dem Computer und auf dem Smartphone. Ergebnis: ein von Ihnen freigegebenes Design, idealerweise ein klickbarer Prototyp.
  5. Inhalte. Texte, Fotos und Übersetzungen; die Phase, die Projekte am häufigsten verzögert. Ergebnis: finale Texte.
  6. Entwicklung. Aufbau in einer Testumgebung, auf die Sie Zugriff haben. Ergebnis: Link zur Testversion der Website.
  7. Tests. Smartphone, Browser, Formulare, Geschwindigkeit und Barrierefreiheit. Als Richtwert für eine gute Nutzererfahrung nennt Google einen LCP von höchstens 2,5 Sekunden, einen INP von höchstens 200 Millisekunden und einen CLS von höchstens 0,1 (Core Web Vitals auf web.dev). Ergebnis: eine Liste der bestandenen Prüfungen.
  8. Launch. Veröffentlichung, Weiterleitungen von den alten URLs bei einem Relaunch, Analytics, Search Console und Rechtstexte. Ergebnis: Zugänge auf Ihren Namen (Domain, Hosting, CMS, Analytics).
  9. Wartung. Updates, Backups, Sicherheit und kleine Änderungen. Ergebnis: ein Vertrag, der festhält, was enthalten ist und was nicht.

Zum Thema SEO schreibt Google selbst in seinem Leitfaden zur Frage, ob man einen SEO braucht, dass ein guter Zeitpunkt für die Beauftragung solcher Dienste dann ist, wenn Sie Ihre Website neu gestalten oder eine neue veröffentlichen wollen – und zwar je früher, desto besser. Das ist logisch: Architektur, URLs und Überschriften werden in den Phasen 2 bis 4 festgelegt, und sie später zu ändern, ist teuer.

Was Ihr Unternehmen braucht: Landingpage, Unternehmenswebsite, Onlineshop oder Anwendung

Ordnen Sie Ihren Fall ein und sehen Sie, wo der Schwerpunkt der Arbeit liegen wird (Beispiele zur Veranschaulichung):

Website-TypWozu sie dientDesignaufwandEntwicklungsaufwandBeispiel
LandingpageEin Angebot oder eine Leistung und eine Aktion (anrufen, buchen, Angebot anfragen)Hoch: Botschaft, Reihenfolge und HandlungsaufforderungNiedrig: Formular, Analytics, GeschwindigkeitWerkstatt, die einen Vor-Check für die ITV (die spanische Hauptuntersuchung) einführt
UnternehmenswebsiteZeigen, wer Sie sind, was Sie tun und wo, und Anfragen gewinnenHoch: Architektur und Inhalte nach Leistung und GebietMittel: CMS, Blog, Formulare, MehrsprachigkeitAnwaltskanzlei, Klinik, Immobilienbüro
OnlineshopProdukte mit Bezahlung und Versand verkaufenMittel bis hoch: Produktseiten, Filter, BestellprozessHoch: Katalog, Zahlungen, Steuern, Versand, LagerbestandWein- oder Käseproduzent, der in ganz Spanien verkauft
Individuelle AnwendungEin eigener Prozess: komplexe Buchungen, Kundenbereich, KonfiguratorHoch: spezifische Abläufe und BildschirmeSehr hoch: Logik, Datenbank, IntegrationenAktivitätenanbieter mit eigenen Kontingenten und Regeln

Zwei rechtliche Punkte betreffen die Entwicklung. Das spanische Gesetz 34/2002 über Dienste der Informationsgesellschaft (Artikel 10) verpflichtet dazu, auf der Website dauerhaft und kostenlos Angaben wie Ihren Namen oder Firmennamen, Ihre Anschrift, eine Kontakt-E-Mail-Adresse und Ihre Steuernummer (NIF) bereitzustellen. Und das Gesetz 11/2023, das die europäische Barrierefreiheitsrichtlinie umsetzt, schreibt seit dem 28. Juni 2025 Barrierefreiheitsanforderungen für bestimmte Dienstleistungen vor, darunter den elektronischen Handel mit Verbrauchern; Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen erbringen (weniger als 10 Beschäftigte und höchstens 2 Millionen Euro Umsatz oder Bilanzsumme), sind davon ausgenommen. Wenn Ihr Shop nicht von einem Kleinstunternehmen betrieben wird, muss Barrierefreiheit Teil des Auftrags sein.

Wenn es Ihnen eher um die Optik geht, werfen Sie einen Blick auf unsere Webdesign-Trends.

Eigene Website – oder reichen soziale Netzwerke und Plattformen?

Viele Unternehmen auf den Kanaren kommen jahrelang allein mit Instagram, dem Google-Unternehmensprofil und Buchungsplattformen aus. Das funktioniert, birgt aber zwei Risiken: Die Regeln (Algorithmus, Provisionen) bestimmt ein anderer, und die Daten Ihrer Kunden gehören nicht Ihnen. Sinnvoll ist es, dass soziale Netzwerke und Plattformen Besucher auf eine eigene Website lenken, auf der Sie die Botschaft kontrollieren, messen, was passiert, und direkte Buchungen oder Bestellungen erhalten.

So schreiben Sie ein gutes Briefing für Ihre Website

Ein Briefing muss nicht lang sein. Mit ein bis zwei Seiten, die folgende Punkte beantworten, kann Ihnen jeder Dienstleister ein vergleichbares Angebot machen:

  • Hauptziel: was passieren muss, damit die Website ein Erfolg ist (Anrufe, Direktbuchungen, Verkäufe, Angebotsanfragen).
  • Zielgruppe: wer Ihre Kunden sind, woher sie kommen (Einheimische, Touristen, Unternehmen) und welche Sprachen sie sprechen.
  • Geplante Seiten: eine ungefähre Liste (Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt, Blog …).
  • Funktionen: Buchungen, Zahlungen, geschützter Bereich, Mehrsprachigkeit, Anbindung an Ihre Unternehmenssoftware.
  • Inhalte: was Sie bereits haben (Texte, Fotos, Logo) und was noch erstellt werden muss.
  • Referenzen: zwei oder drei Websites, die Ihnen gefallen, und warum.
  • Wer die Website aktualisieren wird und wie oft.
  • Budget und Zeitrahmen: eine ungefähre Spanne und ob es einen Termin gibt, der sich nicht verschieben lässt (Hochsaison, eine Eröffnung).
  • Aktuelle Situation: ob Sie bereits Website, Domain, Hosting oder E-Mail haben und wer die Zugänge besitzt.

Eine Budgetspanne zu nennen, schadet Ihnen nicht: Ohne sie schlägt Ihnen der eine Anbieter etwas Überdimensioniertes vor und der andere etwas, das nicht ausreicht – und Sie können die Angebote nicht vergleichen.

Typische Fehler bei der Beauftragung einer Website

Bei den Websites, die wir prüfen, wiederholen sich dieselben Probleme – fast immer wegen Dingen, die zu Beginn nicht besprochen wurden:

  • Preise vergleichen, ohne den Leistungsumfang zu vergleichen. Lassen Sie sich in jedem Angebot die enthaltenen Seiten, Funktionen, Texte und Fotos aufschlüsseln.
  • Nicht wissen, wem Domain und Hosting gehören. Beides sollte auf Ihren Namen laufen, mit eigenen Zugängen, auch wenn der Anbieter es verwaltet.
  • Die alten URLs beim Relaunch vergessen. Ohne Weiterleitungen gehen die erarbeiteten Rankings verloren.
  • Die Wartung nicht schriftlich festhalten. Eine Website ohne Updates und Backups ist ein Risiko.
  • Das Design nur am Computer freigeben. Prüfen Sie es auf dem Smartphone: Das ist die Version, die Google für die Indexierung nutzt, und je nach Branche kommt darüber ein großer Teil Ihrer Besucher (Ihre Analytics-Daten verraten Ihnen, wie viele).

Nächste Schritte: Angebote für Webdesign und Webentwicklung einholen und vergleichen

  1. Schreiben Sie Ihr Briefing anhand der Liste oben, auch wenn es nur eine Seite wird.
  2. Entscheiden Sie mithilfe der Tabelle, welche Art von Website Sie brauchen und wo der Schwerpunkt der Arbeit liegen wird.
  3. Holen Sie zwei oder drei Angebote auf Basis desselben Briefings ein und vergleichen Sie sie Phase für Phase: Wer schreibt die Texte? Gibt es Wireframes? Welche Tests werden durchgeführt? Was umfasst die Wartung?
  4. Stellen Sie sicher, dass Domain, Hosting und Zugänge auf Ihren Namen laufen werden.
  5. Prüfen Sie vor der Unterschrift mit unserem Artikel „Was kostet eine Website auf Teneriffa?“, ob der Preis zu dem passt, was enthalten ist.

Wenn Sie Ihr Briefing mit einem Team für Webdesign und Webentwicklung auf Teneriffa abgleichen möchten: Auf unserer Seite Webdesign auf Teneriffa erklären wir, wie wir arbeiten. Zur Orientierung: Eine Landingpage gibt es ab 337 €, eine Unternehmenswebsite ab 779 € und einen Onlineshop ab 1.169 €, die Wartung kostet 22 €/Monat.

Häufige Fragen

Was ist Webdesign und wozu dient es?

Webdesign bedeutet, festzulegen, wie eine Website sein soll, bevor sie gebaut wird: welche Seiten sie hat, wie die Informationen geordnet sind, was zuerst sichtbar ist und wie sie auf dem Computer und dem Smartphone aussieht. Es sorgt dafür, dass Besucher schnell verstehen, was Sie anbieten, und das tun, worauf es Ihnen ankommt – etwa anrufen, buchen oder kaufen. Eine gut gestaltete Website ist ein Verkaufswerkzeug und nicht nur eine Visitenkarte.

Programmiert ein Webdesigner auch?

Das hängt vom Profil ab. Manche Designer gestalten nur und liefern Entwürfe und Prototypen, die ein Entwickler dann umsetzt. Andere gestalten und bauen die Website zusätzlich in einem Content-Management-System wie WordPress auf – mit visuellen Baukästen und etwas Code. Für komplexe Funktionen wie Zahlungen, Buchungen oder geschützte Bereiche kommt in der Regel ein Entwickler hinzu. Fragen Sie immer, wer welchen Teil übernimmt.

Mit welchen Sprachen werden Webseiten programmiert?

Jede Seite, die Sie im Browser sehen, besteht aus HTML für die Struktur, CSS für das Aussehen und JavaScript für die Interaktivität. Auf dem Server kommen andere Sprachen zum Einsatz, etwa PHP, in dem WordPress geschrieben ist, JavaScript mit Node.js oder Python, dazu Datenbanken. Als Auftraggeber müssen Sie diese Sprachen nicht beherrschen; Sie sollten aber wissen, welche Technologie Ihre Website nutzt, damit auch ein anderer Dienstleister sie pflegen kann.

Ist WordPress Webdesign oder Webentwicklung?

WordPress ist ein Content-Management-System und gehört damit zur Entwicklung: Es muss installiert und konfiguriert werden, ein Theme muss ausgewählt oder erstellt, Funktionen müssen ergänzt und das Ganze muss aktuell gehalten werden. Auf WordPress lässt sich aber sowohl ein generisches Template-Design als auch ein eigens für Ihr Unternehmen entwickeltes Design umsetzen. Deshalb können sich zwei WordPress-Websites in Qualität, Geschwindigkeit und Ergebnissen stark unterscheiden.

Was ist besser für mein Unternehmen: ein Template oder eine maßgeschneiderte Website?

Ein angepasstes Template ist schneller und günstiger und kann für den Anfang oder für eine einfache Landingpage genügen. Ein individuelles Design auf einem Content-Management-System passt zu den meisten kleinen und mittleren Unternehmen, die sich abheben und ihre Leistungen gut strukturieren möchten. Individuelle Entwicklung lohnt sich nur, wenn Sie Funktionen brauchen, die kein Standardwerkzeug gut löst, etwa Buchungen mit eigenen Regeln oder einen Kundenbereich.

Wie lange dauert es, eine Website zu erstellen?

Das hängt von der Art der Website ab und vor allem davon, wie schnell die Inhalte bereitstehen. Eine Landingpage ist deutlich früher fertig als eine Unternehmenswebsite, und ein Onlineshop oder eine individuelle Anwendung brauchen wegen Zahlungen, Katalog und Tests länger. Am häufigsten verzögern sich Projekte durch die Lieferung von Texten und Fotos – wenn Sie diese vorbereitet haben, verkürzt das den Zeitplan erheblich.

Quellen